Am 27. Januar 2025 wurde an der Höckerlinie in Orscholz ein außergewöhnliches Musikprojekt von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 7c unter der Leitung von Musiklehrerin Frau Skunca aufgeführt: Das Stück 2400, ein Trash-Drumming-Werk, das eigens für diesen historischen Ort komponiert wurde. Dieses beeindruckende Projekt war Teil der Bewerbung des Landkreises Merzig-Wadern für das Förderprogramm Aller.Land.
Die Höckerlinie, ein Ort der Erinnerung an die tragischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs, war der perfekte Rahmen für die Uraufführung des Stücks. Im Februar 1945 starben hier bei der Orscholz-Riegel-Offensive etwa 2400 Soldaten, und genau diese Zahl wurde symbolisch in der Aufführung verarbeitet: Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern spielte 2400 Schläge, um den gefallenen Soldaten zu gedenken. Zwei weitere Gruppen trugen zur Darbietung bei, indem sie rhythmisch die Schlacht nachstellten – eine kraftvolle und bewegende Darbietung, die sowohl die Geschichte des Ortes als auch die Bedeutung von Erinnerung und Gedenken auf eindrucksvolle Weise lebendig werden ließ.
Das Projekt 2400 ist eine Weiterführung unseres Höckerlinien-Projekts, bei dem Schüler durch Interviews und Gespräche mehr über das Leben von Menschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren haben. Die persönlichen Erzählungen von Zeitzeugen, die über Krieg, Flucht und das Leben nach dem Krieg berichteten, wurden in die Komposition und die Performance des Stücks eingebaut.
Die Darbietung war nicht nur ein künstlerischer Höhepunkt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Bildung und zum Gedenken an die Opfer der Geschichte. Das begeisterte Publikum, darunter auch die Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Merzig-Wadern, war von der Qualität der Aufführung und dem Engagement der Schüler so beeindruckt, dass die Schule die Möglichkeit erhielt, das Stück in einem professionellen Musikvideo festzuhalten.
Am 3. Juni 2025 zogen die Schülerinnen und Schüler ein zweites Mal mit ihren Trommeln zur Höckerlinie, um unter professionellen Bedingungen ein Musikvideo zu drehen. Dieser besondere Tag bot den Jugendlichen die Gelegenheit, ihre musikalische Darbietung erneut aufzuführen und dabei die Unterstützung von einem erfahrenen Film- und Musikprofi zu erhalten. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Ein ausdrucksstarkes Musikvideo, das die Geschichte der Höckerlinie und die Bedeutung des Projekts auf einzigartige Weise dokumentiert.
Mit diesem Projekt haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihr musikalisches Können unter Beweis gestellt, sondern auch gezeigt, wie Kunst und Musik als Mittel der Erinnerung und des Gedenkens dienen können.
Anbei erhalten Sie einen Einblick in das Musikvideo: