Zwei unserer Lehrkräfte haben sich in der vergangenen Woche nach Island begeben, um das dortige Schulsystem kennenzulernen. Im Rahmen einer einwöchigen Fortbildung besuchten sie drei Schulen mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten und verschiedenen Altersklassen im Raum Reykjavik. Neben den praktischen Schulbesuchen stand auch die theoretische Auseinandersetzung, u.a. mit Schulentwicklung, auf dem Programm.

Das isländische Schulsystem unterscheidet sich in mehreren Punkten vom deutschen Modell. So haben die Schulen eine größere Autonomie bei administrativen Entscheidungen und Teacher Assistants unterstützen Lehrkräfte direkt im Unterricht. Ein Gemeinsamkeit findet sich im praxisorientierten Lernen: von der 1. bis zur 8. Klasse wird dieses in Island unterrichtet, was unseren Fächern „Arbeitslehre“ sowie „Arbeit und Leben“ ähnelt. Darüber hinaus wird Demokratiebildung durch die aktive Partizipation der Schülerinnen und Schüler im Schulalltag vermittelt, was einen ganzheitlichen Lernansatz widerspiegelt.

Besonders hervorzuheben sind die Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler: Kostenloses Essen für alle, unmittelbar angrenzende Sportanlagen und Schwimmbäder sowie ein Konzept, das es Kindern ermöglicht, unabhängig vom Wetter regelmäßig Zeit im Freien zu verbringen.

Corinna Paulus und Daniel Hoffeld